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06.12.2018 | 18:16 Uhr

bne zur Veröffentlichung des Wertes für Xgen durch die Bundesnetzagentur

Berlin (ots) - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den generellen
sektoralen Produktivitätsfaktor für Betreiber von
Elektrizitätsversorgungsnetzen für die dritte Regulierungsperiode für
Strom (Xgen) mit 0,9 Prozent festgelegt. Der Wert ist aus Sicht des
Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne) sehr gering und beschert
Netzbetreibern ein großzügiges Weihnachtsgeschenk. Dazu Robert Busch,
bne-Geschäftsführer:

"Unser Energiesystem benötigt Stromnetze und die Energiewende
benötigt intelligente Netze. Die Anreizregulierung soll
sicherstellen, dass Netzbetreibern ausreichende finanzielle Mittel
zur Verfügung stehen, um ihrer Netze zu betreiben und in
Infrastruktur zu investieren.

Im Vorfeld zur Xgen-Festlegung hat die Bundesnetzagentur den Xgen
in einem aufwendigen und transparenten Verfahren berechnet. Das
Ergebnis war eine Bandbreite mit plausiblen Werten am Anfang und am
Ende der Skala. Zum Vorteil der Netzbetreiber nutzt die
Bundesnetzagentur nicht nur den unteren Wert, sondern hat diesen
jetzt zusätzlich, zu Gunsten der Netzbetreiber, pauschal gesenkt. Das
ist ein doppeltes Weihnachtsgeschenk auf Kosten der
Energieverbraucher. Der aktuelle Klagechor, der nun bejammert, Xgen
sei unglaublich hoch, ist nicht zu verstehen.

Die Verteilnetzbetreiber haben neben dem Netzbetrieb den Auftrag,
die Netze intelligent nach den Notwendigkeiten von erneuerbaren
Energien, Speichern und flexiblen Verbrauchern aufzubauen. Der
gewählte Xgen gefährdet dies in keiner Weise. Wirklich beklagenswert
ist dagegen die vergeigte Novelle der Anreizregulierungsverordnung.
Hier wäre es aller Mühen wert, intelligentere Lösungen möglich zu
machen, als nur Kupfer zu vergraben."

Zum Hintergrund

Im Wettbewerb richtet sich der Marktpreis nach Angebot und
Nachfrage. Unternehmen stehen in Konkurrenz zu einander und haben
einen Anreiz, kosteneffizient zu sein und ihren Effizienzfortschritt
im Laufe der Zeit an die Kunden weiterzugeben. Der Netzbetrieb stellt
ein Monopol dar. Damit Netzbetreiber dennoch einen Anreiz haben,
kosteneffizient zu sein und die Kostensenkungen an die Kunden
weiterzureichen, greift die Bundesnetzagentur regulierend ein. Mit
dem sektoralen Produktivitätsfaktor Xgen gibt die Bundesnetzagentur
den Netzbetreibern vor, wie weit sie ihre Kosten absenken müssen. Der
Xgen soll einerseits die abweichende Preisentwicklung der
Netzbetreiber von der gesamtwirtschaftlichen Preisentwicklung und
andererseits die unterschiedliche Produktivitätsentwicklung zwischen
den Netzbetreibern und der Gesamtwirtschaft abbilden. Je höher der
Wert, umso produktiver muss das Unternehmen wirtschaften.

Für die dritte Regulierungsperiode hat die Bundesnetzagentur Xgen
zudem nach wissenschaftlichen Methoden berechnet. In die Berechnung
sind u.a. Vergleichsdaten zur Produktivität anderer wettbewerblicher
Branchen in Deutschland eingeflossen.



Pressekontakt:
Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.
Hackescher Markt 4
10178 Berlin
Alena Müller
Fon: +49 30/ 400 548-18
alena.mueller@bne-online.de
www.bne-online.de

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